¿Zukunft
als Chance?
Perspektiven am Arbeitsmarkt
für Arbeitnehmer über 50 Jahre
Kurzfassung
Nach einer Bestandsaufnahme des Arbeitsmarkts für ältere
Arbeitnehmer (IT-Markt als Beispiel, Bedenkenliste der Arbeitgeber,
Besprechung der demographischen Situation Deutschlands, Verweis auf
Länder mit realistischerer Herangehensweise, Betrachtung der
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen im Fall eines
dauerhaften Scheiterns) wird dargelegt, daß nur durch
abgewogene und ganzheitliche Lösungsansätze eine Massenarmut
und ein Abgleiten in vorindustrielle Zustände verhindert werden
kann. Um die notwendigen Maßnahmen durchzuführen,
müssen weitreichende Reformforderungen erfüllt werden und in
den Köpfen ein grundsätzlicher Erkenntnisprozess der
Zusammenhänge ausgelöst werden.
- Arbeitnehmer über 50 Jahre (in manchen
Branchen noch
wesentlich jünger) finden kaum mehr Anstellung und bleiben
häufig bis zum Rentenalter arbeitslos. {Langfassung}
- lediglich sehr erfahrene Kräfte mit Mangelqualifikation
kommen noch unter;
- von Freiberuflern wird oft erwartet, daß sie ihr
Beziehungsnetzwerk oder sogar Kapital einbringen;
- für die Masse der älteren Arbeitslosen sind die
Aussichten trüb.
- Aus vielen Gründen schrecken Arbeitgeber vor
Anstellung
älterer Arbeitnehmer zurück. {Langfassung}
- wohlbekannt sind deren
Schwächen, während über die Stärken kaum geredet
wird
- verringerte körperliche und geistige
Leistungsfähigkeit
- angebliche Bildungsunwilligkeit bei veralteter Qualifikation
- Altersprivilegien (sozialrechtlich und tarifvertraglich)
- ±
- trotz großer Berufs- und Lebenserfahrung
- trotz Krisenerfahrung.
- Die Bevölkerung in Deutschland und vielen
Industrieländern altert rapide. {Langfassung}
- von der Alterspyramide zum
Alterspilz
- ab 2030 wird fast die Hälfte (47%) der Bevölkerung
50 Jahre oder älter sein
- immer weniger Erwerbstätige werden immer mehr Rentner
(und auch Kinder, aber wenige) ernähren
- die Zuwanderung jüngerer Ausländer entwickelt sich
ungeplant und ist kaum prognostizierbar
- steigende Kinderzahlen sind nicht zu erwarten
- die Zahl der Zuwanderer übersteigt nur knapp die Zahl
der Abtreibungen.
- Einige Länder haben früher als Deutschland
Lösungsansätze entwickelt. {Langfassung}
- Deutschland wurde unvorbereitet überrascht
- Deutschland liegt mit der Beschäftigung älterer
Arbeitnehmer unter dem EU-Durchschnitt
- in der Schweiz arbeiten 65% (in Deutschland nur 38%) der 55-
bis 64-Jährigen
- alle
Länder sind durch internationale Verträge geknebelt, weshalb
die klassischen Selbstschutzmechanismen nicht mehr greifen.
- Die Massenlangzeitarbeitslosigkeit älterer
Arbeitnehmer hat gravierende wirtschaftliche und gesellschaftliche
Folgen. {Langfassung}
- Rückgang der Kaufkraft, Massenelend
- schrumpfende Absatzmärkte
- Abwärtsspirale (selbstverstärkend)
- Sozialneid, weil die zu kurz gekommenen ihre Situation nicht
aus eigener Kraft verbessern können
- revolutionäres Potential
- Notwendige Maßnahmen müssen wohlüberlegt
sein und konsequent umgesetzt werden. {Langfassung}
Die Alternative zu wohlüberlegtem gemeinschaftlichen Handeln
ist der Abstieg in Bedeutungslosigkeit, Not und Zerfall. Raffen wir uns
besser zum Handeln auf:
- ganzheitliche Betrachtung aller verknüpften
Einflußgrößen
- altersgerechte Fortbildung, kontinuierliche Weiterbildung
- altersgerechte Ausstattung der Arbeitsplätze
- altersgerechte Gestaltung der Arbeitsabläufe
- Verlagerung der altersspezifischen Vertragsrisiken von den
Unternehmen auf die Gesellschaft ...
- ... aber auch angemessene Beteiligung der Unternehmen an den
gesellschaftlichen Lasten
- neue, gerechte Gewinnbeteiligungsmodelle - die
Verlustbeteilung erhält der Arbeitnehmer per Entlassung ohnehin
- Widerstand gegen Globalisierung der Gewinne einerseits und
Nationalisierung der Verluste und Risiken andererseits